Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland

ATID – ZUKUNFT

Projektzeitraum
1.10.2017 - 31.12.2019

Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Vielfalt und die Prävention von Diskriminierung in der Kindertagesbetreuung innerhalb der jüdischen Gemeinde in Deutschland. Die Kindertagesbetreuung soll als ein Ort der religiösen und kulturellen Vielfalt erlebt werden. Ziel von ATID ist es, jüdische Kindertageeinrichtungen auf dem Gebiet diversitätsorientierter Bildung und Erziehung fortzubilden und ihre Kompetenzen im Umgang mit Diskriminierung zu stärken und zu fördern.

Ein Erzieher sitzt mit zwei Kindern an einem runden Tisch. Die KInder malen auf Papier.
©monkeybusinessimages/iStock

Beschreibung

Die Diversifizierung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland im Zuge der Zuwanderung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, geht mit einem steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsangeboten einher. Mit dem Projekt „ATID – Zukunft“ will die ZWST jüdische Kindertageseinrichtungen auf dem Gebiet der vielfaltsorientierten Pädagogik fortzubilden und ihre Kompetenzen im Umgang mit Diversität und Diskriminierung zu stärken und zu fördern. Die Förderung von Demokratie und Vielfalt mit Berücksichtigung der religiösen und kulturellen Vielfalt sowie die Umsetzung dieser Grundhaltungen in die konkrete pädagogische Arbeit sind grundlegende Leitziele des Projekts „ATID“.

Die projektbezogenen Maßnahmen – Fortbildungen, Fachveranstaltungen sowie Beratung und Supervision – zielen darauf ab, jüdische Kindertagestätten auf dem Gebiet diversitätsorientierter Bildung und Erziehung fortzubilden und ihre Kompetenzen im Umgang mit Diskriminierung zu stärken und zu fördern. Im direkten Austausch mit ausgewählten Kindertageseinrichtungen werden die Bedarfe an Unterstützung und Begleitung individuell erfasst. Das Projekt spricht sowohl Führungs- und Fachkräfte in bestehenden Einrichtungen als auch Mitarbeitende jüdischer Institutionen, die eine jüdische Kindertageseinrichtung gründen möchten. Die vom Projekt „Perspektivwechsel Plus“ (ZWST) entwickelten und erprobten pädagogischen Ansätze stellen in Anlehnung an den bewährten Anti-Bias-Ansatz die konzeptionelle und methodische Grundlage für die Umsetzung der genannten Vorhaben.

Das 2015 gegründete „Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment“ der ZWST übernimmt die fachliche Beratung der Projektumsetzung. Die Vernetzung und Koordinierung der Einzelprojekte im Rahmen des Kooperationsprojektes „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ wird über die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) gesteuert. Mit ihrem Beitrag zum Projekt „ATID – Zukunft“ beteiligt sich die Zentralwohlfahrtsstelle an der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der frühen Bildung und Erziehung.

 

Zielgruppen

  • Mitarbeitende und Vertretungen der jüdischen Gemeinde
  • Fachkräfte in jüdischen Kindertageseinrichtungen
  • Fachkräfte der frühkindlichen Bildung und Erziehung in jüdischen Institutionen

Infos zum Verband

Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) ist ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Als bundesweit aktive Dachorganisation vertritt die ZWST die jüdischen Gemeinden auf dem Gebiet der jüdischen Sozialen Arbeit. Politische Bildung ist ein wichtiges Anliegen der ZWST. Seit Jahren gibt es erfolgreiche Projekte im Bereich der Holocaust Education, Antidiskriminierungspädagogik und Antisemitismusprävention.

 

Kontakt

Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland e. V.
Hebelstraße 6
60318 Frankfurt am Main

Vera Katona
T 069.944 371-0
katona(at)zwst.org

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