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Liebe Leser*innen,

für die neueste Ausgabe unseres Newsletters haben wir das Thema Klassimus gewählt. Klassismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres vermuteten oder tatsächlichen sozialen Status. In einem Schwerpunktbeitrag werfen wir einen Blick auf die Frage, warum Klassismus bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung wichtig ist zu adressieren, und beleuchten das Thema aus einer intersektionalen Perspektive.

Abgerundet wird der Schwerpunkt mit einem Interview mit Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya, die aktuell zu Klassismus in der Berliner Stadtgesellschaft forscht: Wir sprachen mit ihr u. a. über die möglichen Auswirkungen der sozialen Herkunft auf die Teilhabe von Kindern.

Neben Veranstaltungs- und Literaturhinweisen informiert Sie der Newsletter wie gewohnt über aktuelle Entwicklungen im Begleitprojekt und im Themenfeld Demokratie und Vielfalt in der frühkindlichen Bildung.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und einen farbenfrohen Herbst!

Ihre Koordinierungsstelle

 
Schwerpunkt
 
©AGJ

Klassismus in der Kita: Intersektionale Antworten auf armutsbedingte Ausschlüsse

Dieser Schwerpunktbeitrag erläutert, warum Klassismus schon ein Phänomen in der Kindertagesbetreuung ist und es mit anderen Diskriminierungsformen zusammen in den Blick genommen werden sollte. Zudem wird aufgezeigt, was eine solche intersektionale Herangehensweise und Haltung konkret für den pädagogischen Alltag bedeutet.

 
Aktuelles
 

Armutssensibles Handeln in Kindertageseinrichtungen

In Deutschland ist der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft abhängig. Eine Handreichung des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik fasst zentrale Erkenntnisse zum armutssensiblen Handeln aus dem Modellprojekt "ZuSI Zukunft sichern" zusammen und gibt wertvolle Tipps für die pädagogische Praxis.

 
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©kot63/iStock

Dokumentation "Kitas – Türöffner zu einer demokratischen und vielfaltsbejahenden Gesellschaft"

Das KTK-Projekt "Demokratie in Kindernschuhen" veranstaltete am 07./08.06.2021 eine digitale Fachtagung. Die Dokumentation ist jetzt online verfügbar.

 
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Gutachten der Mercator Stiftung zu Diskriminierungsrisiken und Handlungspotenzialen im Umgang mit Diversität

Das vorliegende Gutachten analysiert die Potenziale für einen diskriminierungssensiblen Umgang mit kultureller, sozioökonomischer und religiöser Diversität und nimmt dabei verschiedene Lebensbereiche in den Blick. Auch für die Kindertagesbetreuung werden Handlungsempfehlungen zur Förderung von Antidiskriminierung formuliert.

 
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©BraunS/iStock

Studie zur Partizipationsqualität im U3-Bereich

Die Studie liefert erstmals empirische Erkenntnisse zur Qualität in Kitas hinsichtlich der Beteiligung von Kindern von 0-3 Jahren. Obwohl Demokratieerfahrungen in Kitas ein hoher Stellenwert zukommt, konstatiert die Studie insgesamt eine nicht zufriedenstellende Situation, insbesondere in Schlüsselsituationen wie dem Essen.

 
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Breites Bündnis fordert: Kinderarmut muss zentrale Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielen

#4JahreGegenKinderarmut unter diesem Titel fordern 61 Verbände, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen in einer gemeinsamen Erklärung den neu gewählten Bundestag und die nächste Bundesregierung auf, Kinderarmut effektiv zu bekämpfen, und erläutern, welche Grundsätze dabei zu beachten sind.

 
Unsere Projekte
 
©AWO-Bundesverband

Im Portrait: "DEVI – Demokratie stärken. Vielfalt gestalten."

Mit konkreten Fortbildungsangeboten zu Demokratiebildung und Vorurteilsbewusstsein leistet das Projekt des AWO-Bundesverbands einen Beitrag zur Qualifizierung von Fachkräften in der Kindertagesbetreuung. Wir stellen Ihnen DEVI in dieser Ausgabe genauer vor.

 
Stimmen aus der Wissenschaft
 
©K. Seela

Im Gespräch: Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya

Seit 2014 lehrt Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya Kindliche Entwicklung, Bildung und Sozialisation an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Wir sprachen mit ihr darüber, warum Diskriminierungsformen wie Klassismus bereits in der frühkindlichen Bildung ein Thema ist und wie Fachkräfte dafür sensibilisiert werden können.

 
Veranstaltungen
 

Nächster Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag geht nach Sachsen

Es ist offiziell: Der 18. DJHT wird 2025 in Leipzig stattfinden. Dies hat der Vorstand der AGJ in seiner Oktobersitzung einstimmig beschlossen. Damit ist die Stadt Leipzig nach 1996 das zweite Mal Gastgeberin von Europas größtem Jugendhilfegipfel.

 
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10./11.11.2021: KITA-Kongress der ConSozial

Im Rahmen der ConSozial findet auch 2021 der Kita-Kongress statt. Unter dem Motto "Einzigartig vielfältig" haben Kita-Leitungs- und Fachkräfte in zahlreichen Vorträgen die Möglichkeit, Impulse für die pädagogische Arbeit mitzunehmen. Begleitet wird der Kongress von einer praxisnahen Fachmesse.

 
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©AWO-Bundesverband

06.12.2021: Fachtag "Klassismus in der Krise - Teilhabe von Kindern und ihren Familien stärken"

In einem trägerübergreifendem Fachtag widmen sich AWO, BVKTP und ZWST dem Thema Klassismus in der Kita. Die Veranstaltung findet digital statt und richtet sich insbesondere an pädagogische Fachkräfte und Fachberater*innen aus dem Bereich der Kindertagesbetreuung.

 
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©Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder-und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt

07.12.2021: Fachtagung "Vielfalt säen – Akzeptanz ernten!"

Das Kompetenzzentrum geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e. V. lädt zu einer bundesweiten Online-Fachtagung zu Ansätzen geschlechtervielfaltsbewusster Pädagogik ein.

 
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15.12.2021: Fortbildungsreihe "Politische Bildung mit Kindern rassismuskritisch gestalten"

Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das bereits im Kindesalter Auswirkungen zeigt: Bereits dann werden rassistische Denk- und Verhaltensmuster erlernt. Die dreiteilige Fortbildung versucht u. a. Antworten auf die Frage zu geben, wie eine rassismuskritische Bildungspraxis mit Kindern aussehen kann.

 
   
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe