9. Januar 2024  · 18:00
Vortrag  ·  Antidiskriminierung, Qualifizierung/Fachkräfte, Rassismus, Vielfalt/Heterogenität
nifbe - Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung

Unterscheidungspraktiken in der fachschulischen Erzieher*innenausbildung

online

Die Erwartungen an pädagogische Fachkräfte von Kindertageseinrichtungen, den institutionellen Alltag dort differenzsensibel und zuschreibungsreflexiv zu gestalten, sind hoch. Die Frage, wie zukünftige Erzieher*innen in ihrer Ausbildung für eine solche Anforderung qualifiziert werden, ist dabei empirisch noch kaum bearbeitet.

Die Referent*innen Prof. Dr. Melanie Kuhn (PH-Heidelberg) und Prof. Dr. Sandra Landhäuser (Universität Paderborn) nehmen in ihrem Vortrag Bezug auf die Ergebnisse einer qualitativen Studie zur differenzbezogenen Professionalisierung von Erzieher*innen an Fachschulen für Sozialpädagogik. Ausgehend von Curriculaanalysen zeigen sie auf, dass die Lehrpläne zwar zahlreiche positive und affirmative Bezugnahmen auf "Heterogenität" oder "Vielfalt" enthalten, Fragen von Ungleichheit und Diskriminierungen allerdings überwiegend ausgeblendet werden.

Anhand von Expert*inneninterviews wird zudem erläutert, welche Unterscheidungspraktiken Lehr- und Leitungskräfte von Fachschulen für Sozialpädagogik im Sprechen über ihre Schüler*innen vollziehen. Dabei wird deutlich, dass die Schulen selbst ein Ort der (Re)Produktion von Ungleichheiten sind.

Zeit: Dienstag, 09.01.2024 | 18.00 bis 19.30 Uhr
Ort: online

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Online-Vortragsreihe "Kinder und Differenz(en). Forschungsperspektiven auf Unterscheidungspraktiken und -strukturen in der frühen und mittleren Kindheit" statt, die das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) in Kooperation mit der Goethe-Universität in Frankfurt am Main veranstaltet.

Der Vortrag ist kostenlos.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 08.01.2024 finden Sie hier.

Vortragsreihe_Kinder und Differenzen_nifbe.pdf