17. September 2020  · 13:00
Fachgespräch  ·  Rassismus/Rechtsextremismus
Paritätischer Wohlfahrtsverband, AWO, Diakonie Deutschland, Caritas und ZWST

Rechter Terror und die Wirkungen in der Einwanderungsgesellschaft und in der Sozialen Arbeit

Digital

Die Spitzenwohlfahrtsverbände ZWST, AWO, Paritätischer Gesamtverband, Diakonie Deutschland und der Deutsche Caritasverband führen ab dem 27. August die digitale Veranstaltungsreihe „Demokratie Donnerstage - Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“ durch.

Diese Online-Veranstaltungsreihe adressiert vor allem Fachkräfte der sozialen Arbeit aus den vertretenen Verbänden. Sie greift den Bedarf der Kolleg*innen auf, über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen zu diskutieren, sowie Unterstützung für den Umgang mit den Veranstaltungsthemen in der Arbeitspraxis zu erhalten.

Die vierte Veranstaltung der Reihe am 17. September beschäftigt sich in einer Online-Debatte mit dem zunehmenden Rechtsextremismus und seinen Auswirkungen auf die Einwanderungsgesellschaft und die Soziale Arbeit in Deutschland. Die Soziale Arbeit der Wohlfahrtsverbände und die menschenrechtsorientierte Zivilgesellschaft sind besonders von rechtsterroristischen, rassistisch und antisemitisch motivierten Vorfällen betroffen. Zu den Zielgruppen der Sozialen Arbeit gehören schließlich auch diejenigen, die Opfer von Ungleichwertigkeitsideologien und damit einhergehenden Angriffen und Anfeindungen sind. Welche Spuren hinterlassen die letzten Erschütterungen nach dem rechtsextrem motivierten Mord an Walter Lübke, dem antisemitischen Anschlag in Halle und dem neunfachen Mord in Hanau in der Einwanderungsgesellschaft?

In einer Gesprächsrunde sollen Expert*innen aus der Praxis aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema unter folgenden Fragestellungen beleuchten:

  1. Die Perspektive von Betroffenen – Welche Unterstützung für die Opfer von rechtsterroristischen Attentaten gab es, welche fehlten? Was sind die zentralen Forderungen und Wünsche von Opfern und Angehörigen?
  2. Die praktischen Erfahrungen der Migrations- und Flüchtlingsberater*innen: Welche Erfahrungswerte gibt es in den verschiedenen Beratungssettings? Wie wirken sich dierechtsterroristischen Vorfälle auf Ratsuchenden und Berater*innen aus?
  3. Die Perspektive der Opferberatungsstellen - Wie gestaltet sich die Arbeit für Betroffenevon Rassismus, Gewalt und Diskriminierung?
  4. Die Rolle von politischer Bildungsarbeit und demokratiestärkenden Handlungsansätzen in der sozialen Arbeit und Strategien zur gesellschaftlichen Verankerung. WelcheHandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter: https://eveeno.com/Demokratie-Donnerstage.

Zeit: Donnerstag, 17.09.2020, 13:00-15:00 Uhr