24. November 2021  · 09:00
Fortbildung  ·  Antidiskriminierung
Institut für den Situationsansatz (ista)

Fortbildung: Wenn Kinder Ausgrenzung erleben – Eingreifen bei Diskriminierung – aber wie?

Berlin

Die Fortbildung beschäftigt sich mit Ausgrenzungserfahrungen von Kindern, die mit Diskriminierung und Privilegien in Zusammenhang stehen, die Bezug nehmen auf tatsächliche oder zugeschriebene Identitätsmerkmale eines Kindes sowie mit Klischees und Vorurteilen, die in der Gesellschaft verbreitet sind. 

Wenn Erwachsene über abwertende oder diskriminierende Äußerungen und Handlungen von jungen Kindern in der Kita erschrecken, reagieren sie häufig unproduktiv: Sie wollen sie nicht wahrhaben oder sie empören sich heftig. Beides ist problematisch. Werden solche Äußerungen ignoriert, so ziehen Kinder daraus den Schluss, diese seien nicht zu beanstanden, also „normal“ und „richtig“. Sind Erwachsene aufgeregt, so sind sie kaum in der Lage, Kindern ihre Position auf sachliche Weise deutlich zu machen. Kinder lernen dann nicht viel in der Sache, wohl aber, dass sie etwas „Schlimmes“ gesagt haben und sind beschämt. Kompetentes Intervenieren verdeutlicht, dass niemand wegen eines Aspekts seiner Identität schlecht behandelt werden darf und in der Zusicherung, dass dies für alle gilt.  

Auf der Basis des Ansatzes „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“ will die Fortbildung konstruktive Wege des Eingreifens bei diskriminierungsbezogener Ausgrenzung für die pädagogische Praxis beleuchten und Fallstricke thematisieren.

Ort: ISTA | Muskauer Str. 53  | 10997 Berlin
Zeit: Mittwoch, 24.11.2021
| 09.00 bis 16.00 Uhr

Die Teilnahmekosten betragen 80€.
Die Anmeldung kann auf der Webseite des ISTA bis zum 24.10.2021 erfolgen.